Mit dem Mopped durch das Sauerland

Endlich, nach 7 (in Worten: sieben) langen Monaten des Wartens ging es am 1. April endlich los auf unsere erste große Tour für 3 Tage ins Sauerland. Die "Frühaufsteher" trafen sich um 10:00 Uhr beim IKEA in Frankfurt-Niedereschbach. Zu fünft traten wir so gegen 10:30 Uhr die Reise durch den Taunus in Richtung Sauerland zum Hotel Dumicketal an.

 

Gemütlich brausten wir durch die ersten Kurven an diesem Wochenende und machten so gegen 12:00 Uhr einen Boxenstopp und nahmen einen kleinen Snack in Form von Currywurst mit Pommes zu uns.

 

Danach ging es locker und gesättigt weiter. Ab 14:00 Uhr ging der Regen los. Erst nur ein Regenstaub, dann aber doch kräftiger. Beim nächsten Stopp an einem weiteren Imbiß, wir wollten uns einen Kaffee gönnen, wurden wir böse überrascht. Mein Mopped dampfte wie verrückt und vom Kühler lief in Strömen das Wasser auf den Boden. Die Diagnose lautete nach einigen Minuten: "Kühler defekt". Merkwürdig war nur, dass der Überlaufbehälter des Kühlers noch immer "Max" zeigte und auch die rote Kühlwasserkontrollleuchte nicht aufleuchtete.

 

Während ich mich noch mit Peter und einem Bekannten des Imbißbesitzers, einem Motorrad-Schrauber, an meinem Mopped aufhielt und wir weiter versuchten das Problem zu analysieren, griffen Harald und Rainer den Vorschlag von Karin, die ich schon mal vorgewarnt hatte, dass ich die Tour wohl abbrechen muss und nach Hause komme, auf, suchten einen Hondahändler und vereinbarten mit ihm telefonisch einen Termin.

Vorsichtig und langsam fuhren wir dann dort hin. Nachdem ich den dortigen Werkstattmeister über mein Problem informierte, fiel der Druck ganz schnell von mir, denn er erklärte, dass alles OK ist, und das abgelaufene Wasser nicht aus dem Kühler kam, sondern vom Kühler während der Fahrt in den Lamellen aufgefangenes Regenwasser war, das beim Halt abgelaufen ist.

 

Also ging die Tour weiter und wir landeten am frühen Nachmittag ohne weitere Zwischenfälle am Hotel "Haus Dumicketal" und wurden hier von der Wirtin mit einem kühlen Bier begrüßt, das uns zischend die Kehlen runter lief. 

 

Nachdem wir unser Gepäck auf die Zimmer gebracht und uns ein wenig frisch gemacht hatten, fanden wir uns alle um 20:00 Uhr zu einem gemeinsamen und super leckeren Abendessen zusammen.

 

Nach dem Abendessen saßen wir noch in gemütlicher Runde zusammen und die meisten gingen so gegen Mitternacht ins Bett, um am nächsten Morgen für die "Große Tour" fit zu sein. 

 

Am Samstag-Morgen ging es nach einem reichhaltigen Frühstück ab in das Sauerland.

 

Da wir mittlerweile 19 Bikes waren, teilten wir uns in 2 Gruppen á 10 Bikes auf. Die erste Gruppe wurde vom Hotel-Wirt angeführt, die zweite Gruppe folgte Harald.

 

Es folgte ein super Tag auf dem Mopped bei strahlendem Sonnenschein in den Bergen und an den Seen des Sauerlandes. Eine tolle Gegend, die viel zu bieten hat und die man selbst erlebt haben muss, um ihre Reichhaltigkeit erfassen zu können.

 

Am Abend dann wartete unser Hotelwirt mit einem "Grillabend" auf. Bei Schweinesteaks, Lachs und reichlich verschiedenen Salaten, Gemüsen, Brot und Quarksoße ließen wir es uns  gut gehen. Nach dem Essen ging es dann bei Bier, Wein und ein paar Schnäpsen in gemütlicher Runde bei mehr oder weniger tiefgründigen Gesprächen teilweise bis in die frühen Morgenstunden weiter. Alles in allem ein gelungener Tag und ein gelungener Abend zum Abschluß.

 

Am Sonntag-Morgen hieß es dann nach dem Frühstück schon wieder: "Packen !" und unsere erste große Mopped-Tour in 2011 neigte sich so langsam dem Ende. Schade, aber nicht umsonst heißte es ja: "Alles hat ein Ende, nur die Wurst hat zwei !". 

Beim Beladen der Moppeds formierten sich dann die Gruppen für die Heimreise. Jeder so, wie er wollte. Die einen wollten schnell nach Hause und fuhren über die Autobahn, Matthias zog diesmal die langsame Fahrweise vor, da er sich am Samstag einen Plattfuß zugezogen hatte und sein Reifen nur provisorisch repariert war, wieder ein anderer war vom Vorabend noch etwas wuschig im Kopf und eine weitere Gruppe suchte auch für die Heimfahrt eine attraktive Fahrstrecke. So fanden sich die Gruppen zusammen und traten nachdem wir uns alle voneinander verabschiedet hatten, mit etwas Wehmut, dass die Tour schon fast zu Ende war, wieder die Heimreise an.

 

Einen Trost hatten die meisten aber im Kopf: In weniger als acht Wochen, an Himmelfahrt, steht die nächste Tour an und dann geht es für vier Tage in den Harz. Ich muß sagen, ich freue mich schon riesig auf die Harz-Tour und kann es kaum erwarten, bis wir uns wieder zu einem weiteren "Ritt über die Landstraße" in diesem Jahr treffen.